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| Das blaue Haus (Marc Chagall, 1917) |
Mach die Tür hinter dir zu,
sonst zieht der Wind dich
raus.
In der wirbelnden Masse
wirst du nicht überleben.
Komm rein und wärm dich am
Feuer des Kamins. Zieh deine Schuhe aus
und schlüpfe in frische
Socken.
Denn du bist müde, von der
Last des Tages
und deine Augen sind
stumpfe Spiegel der Finsternis, die sich hinter dir auftut.
Schließ diese Tür zum
Abgrund,
hier musst du keinen
Fehltritt fürchten.
Komm, erzähl – und vergiss kein Wort.
Schütte alles aus,
ich ordne es dann schon.
Hab keine Angst vor der
Nacht,
sie hält alles in sich
geborgen.
Ihre Erinnerung ist groß
und fruchtbar.
Morgen gehst du wieder
weiter,
alle Erzählungen
in deinem Rucksack
aufgehoben.
In drei Schichten: hinter
der Wirklichkeit
der Sinn und darunter
die grundlose Tiefe
(B. Roebben, De speelruimte van het geloof. Getuigenis van een theoloog,
Leuven, Davidsfonds, 2009, S. 9 - Übersetzung aus Niederländisch durch Elisabeth Kasper)
Leuven, Davidsfonds, 2009, S. 9 - Übersetzung aus Niederländisch durch Elisabeth Kasper)


